Auszug aus dem Tagebuch eines Mitseglers |
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Die Seele baumeln lassen- Stress und Hektik des Alltags vergessen! |
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| Entlang der lykischen Küste und zwischen den ostgriechischen Inseln ist das ein Leichtes. | |||
| In gut drei Stunden sind wir von Nürnberg ab am Zielflughafen in Antalya (Türkei). Mit dem Taxi durch die sommerliche Landschaft, teils entlang der Küste, teils durch die Berge, lassen wir uns auf den bezaubernden mediterranen Flair einstimmen, bis uns der Schiffseigner mit seinem Bordhund, ein Labrador, auf seiner Segelyacht in der Marina Finike willkommen heißt. Nachdem wir unsere Kabinen bezogen haben, lassen wir uns in der Plicht der 14 Meter langen und 4,5 Meter breiten " SARA ENA", so der Name der Yacht, nieder und die Umgebung bei einem erfrischenden Bier auf uns wirken. Immerhin sind uns all diese Fender, Winschen, Festmacher, Schoten, der Mast u.s.w., u.s.w. noch sehr fremd. Doch dies soll sich die nächsten Tage ändern. Aber wie das beim Segeln so ist, geht auch unser erster Tag bei einem gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse des kleinen Marina-Restaurants ruhig und beschaulich zu ende. |
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Am nächsten Morgen gemeinsames Frühstück mit frischem Weißbrot, dann das Vertrautmachen mit dem Schiff durch unseren Kapt´n. Und weil´s mit "learning by doeing" am leichtesten geht, legen wir noch vormittags ab zu unserer ersten Fahrt auf einer Segelyacht. Bei leicht ablandigem Wind setzen wir Segel und ziehen an der satt- grünen türkischen Küste entlang Richtung Westen, nach Kale Ügagüz, einer weitläufigen Bucht, wo wir vor Anker gehen. Anker hält - Navigationsinstrumente aus - Dachluken und Bullaugen auf - und ab ins "kühle" Nassdes Mittelmeeres. Bei einer Wassertemperatur von ca. 26 Grad aalen wir uns jeder nach seinem Geschmack, mit Luftmatratze oder Schnorchel und Flossen solange im Wasser, bis uns der Durst wieder an Deck holt und wir uns bei einem kühlen Bier in die Sonne lümmeln, allen Warnungen unseres Kapt´ns zum Trotz. Gegen Abend hießen wir noch mal den Anker und fahren ein kurzes Stück in der Bucht zurück.Unser Ziel ist der Holzsteg von Hassan, an dem wir fest machen. So können wir bequemen Fußes zum Abendessen schreiten. |
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Aber vorher geht noch eine Runde Wasserski mit dem 50 PS Beiboot, während ein Teil unserer Crew in dem kleinen Ort Proviant einkauft. Gegen Mitternacht, nach einem fürstlichen Mal bei Rotwein und Rjaki, freuen wir uns auf unsere Kojen und lassen uns trotz der ungewohnten Geräusche an Bord, sanft in den Schlaf wiegen. Der dritte Tag geht früh los. Bevor es heiß wird erklimmen wir die nahegelegene Festung, bestaunen die aus Stein gehauenen Grabmäler und lassen uns von dem überwältigenden Ausblick über die Bucht mit ihren sanften Hügeln und dem blauen Wasser verzaubern. Auf dem Rückweg kaufen wir den hartnäckigen, geschäftstüchtigen Kindern ein paar türkische Kopftücher ab, bevor wir mit dem Beiboot zum Schiff zurückbrausen. |
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Jetzt geht´s zack zack, Schiff klarmachen zum Ablegen, ein letztes Foto; mit unseren neu erstandenen Tüchern um den Kopf, wie Piraten und vor der Sonne geschützt, auf zu fremden Ufern. Heute übernehmen wir das Segeln, Navigieren und alles was dazugehören selbst! Na ja - so einfach wie sich die Sache anhört ist sie dann doch nicht. Dafür macht es umso mehr Spaß, selbst Hand an zu legen. Am frühen Nachmittag erreichen wir eine unbewohnte Bucht, in der wir den Rest des Tages mit Wasserspaß, Holzsammeln und Strandspaziergängen verbringen. Am Abend wird am Lagerfeuer gegrillt. Wir fühlen uns frei und eins mit der Natur. Die nächsten zwei Tage sind unsere Ziele die zwei kleinen gemütlichen Hafenstädtchen Kas und Kalkan, in denen wir bummeln, einkaufen und bei türkischem Tee das Treiben beobachten. Nur mit dem Segeln haben wir Pech. Wind und Wellen kommen genau von vorne, so dass wir nur unter Motor vorwärts kommen. Aber auch das gehört dazu. Über einen Abstecher nach Kastellorizon, einer kleinen griechischen Insel mit kargen, schroffen Felsen und glasklarem Wasser, machen wir uns auf den Rückweg nach Finike. Mit gleichmäßig achterlichtem Wind gleiten wir über das Wasser und lassen die Seele baumeln. Kurz vor Finike noch ein absoluter Höhepunkt. - Delfine! Eine kleine Herde tummelt sich um unser Schiff und scheint sich einen Jux daraus zu machen, den Bordhund an Deck hin und her zu scheuchen. Wir sind angetan von der Schönheit und Gewandtheit dieser Tiere. Der letzte Tag an Bord ist ausgefüllt mit Deck schrubben, Kabinen reinigen und Packen. Im Marina-Restaurant lassen wir unseren Urlaub ausklingen und stellen erstaunt fest, dass keine Zeit blieb, an zuhause zu denken. |
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